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Games…Lehrstücke für Strategen…nein halt, für ‘jedermann’!

Manchmal lohnt es sich einfach die herumliegenden Magazine durchzublättern. Und heute ganz besonders.

Titelbild

“Windige Anlagen. Ein Blick hinter die Kulissen des Kapitalmarktes. Was Sie besser nicht kaufen sollten.”

Wirtschaftswoche, Heft Nr.5, vom 28.01.2013:

Ich bin mal wieder im ‘Dauerbrenner’ gedanklich mit dem Thema Gamification beschäftigt und daher kann ich gar nicht anders als mir zu überlegen,

“…ob? und, wenn ja, wie? wohl ein Spiel aussehen würde, das denjenigen zum Sieger kürt, der sich nicht an Regeln hält und seine Mitspieler ‘über den Tisch zieht’?”

“Warum gibt es solch ein Spiel nicht (wer eines kennt bitte bei mir melden) obwohl man das Gefühl haben könnte, dass es durchaus eine interessierte Zielgruppe dafür geben könnte?”

Wie dem auch sei, der Artikel, über den ich mich so freue gestolpert zu sein, befindet sich im Heft auf Seite 100, unter der Kategorie (was mich besonders freut): Perspektiven & Debatte

Wirtschaftswoche

Wirtschaftswoche

Der Artikel beschreibt das Spiel (dessen 4. Erweiterung diese Woche auf der Spielwarenmesse in Nürnberg erscheint) und wie sich durchaus Ähnlichkeiten zwischen den Spiel-Aktivitäten und der realen Wirtschaft erkennen lassen. So heißt es im Artikel:

Brettspiel “Die Siedler von Catan”

“Catan ist eines der erfolgreichsten Spiele der vergangenen Jahre -und ein Lehrstück in Ökonomie. Schüler lernen bei ‘Die Siedler von Catan’, wie ein steigendes Angebot oder eine sinkende Nachfrage die Preise beeinflussen. Außerdem zeige das Spiel, warum der Standort einer Firma ein wichtiger Erfolgsfaktor ist.”

Gestützt wird dies auch vom Kulturhistoriker Johan Huizinga. Er schreibt in seinem Buch “Homo Ludens” über den Zusammenhang zwischen Spielen und Wirtschaft:

“Das Element der Leidenschaft, der Gewinnaussicht, des Wagens haftet ebenso am wirtschaftlichen Unternehmen wie am Spiel.”

Während der Artikel sich damit beschäftigt Parallelen zwischen Spiel und Realität aufzuzeigen, geht er auf das Wie? der Frage “Warum kann man beim Spielen etwas wichtiges lernen?” ein. Dies geht im Rahmen solch eines Artikels natürlich nur sehr oberflächlich, ist aber, für mich, auch ein Indiz für den weltweit aufstrebenden Bereich ‘Gamification‘.

Das wirklich faszinierende an diesem Thema ist aber doch:

“Warum spielen Millionen Menschen weltweit Spiele, die der Realität manchmal doch so ähnlich sind? Haben sie davon nicht genug? Was bewegt Menschen wie Kai-Oliver Brand, den Associate Director der DZ Bank von dem in diesem Artikel der Wirtschaftswoche die Rede ist dazu, auch neben einer harten 40, 50 oder 60-Stunden Woche zusätzlich Zeit mit Spielen zu verbringen, denen man manchmal eine parallele zum Job nicht aberkennen kann?”

Ich wette, ich weiß was Sie jetzt denken. “Na, weil es Spaß macht!” Und Sie haben ja recht. Aber warum macht es Spaß? Was für ein Produkt oder besser gesagt welch andere Industrie, außer der Spielindustrie, kennen Sie denn, die nur halb so erfolgreich dabei ist ihre Kunden Woche für Woche mit anderen Menschen (manchmal sogar völlig fremden Menschen) oder alleine, an ihr Produkt zu binden? Und über die positive Emotion, die in der Regel damit einhergeht, brauchen wir ja gar nicht erst zu reden.

Was also ist Spaß? Und wenn den Spielen dies seit Jahrhunderten gelingt (bzw. sogar seit Beginn der Menschheit) dann kann es doch kein Zufall sein, richtig? Und wenn es kein Zufall ist dann muss ein System dahinter stecken, richtig? Und wenn ein System dahinter steckt dann muss es doch möglich sein dies “aufzuschlüsseln”, damit andere Bereiche auch davon lernen können, richtig?

Und dieser Gedankengang ist es, der mich vor ca. 4 Jahren hierhin gebracht hat: In einen Sektor der bisher in Deutschland noch kaum bekannt ist.

Als wir vor zwei Jahren dann unser Unternehmen Engaginglab in München gründeten wussten wir, dass es noch eine Zeit brauchen wird bis sich ein Markt in Deutschland entwickeln wird. Dies war auch kein Problem, da Gamification in anderen Ländern bereits 3-5 Jahre weiter war. Kunden gab und gibt es also.

Solche Artikel wie dieser aus der Wirtschaftswoche bestätigen uns immer wieder, dass wir auf einem faszinierenden Weg sind. Und wir sind uns sicher, dass unsere Arbeit dazu beitragen wird auch in den deutschsprachigen Ländern, zukünftig Spaß mit dem Arbeitsalltag zu verbinden. Oder besser ausgedrückt (in englisch):

“…to re-verse engineering what makes games successful and graft it into business processes.”

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