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Gamification der Lehrinhalte…

Auf der Website ‘Digital Humanities am DHI Paris findet sich folgender Artikel:  http://dhdhi.hypotheses.org/1685#comment-17164

Gamification, Ludification, Lubrification oder auch Ludicisation der Lehre… ja, ja, das sind echte Begriffe die in echt im echten Leben existieren. Grob gesagt geht es darum, die Lehrinhalte attraktiver, motivierender, bekömmlicher zu gestalten, indem man als Schmiermittel ein Spielelement hinzufügt. Um ein Bild zu verwenden: Es ist ein bisschen, als ob man dem Katzenfutter eine Pille untermischen würde. Ist Gamification nützlich, notwendig, sogar unerlässlich, um die Aufmerksamkeit der Erstsemester zu gewinnen? Verwenden Sie Spiele in Ihren Lehrveranstaltungen, auf welche Weise und mit welchem Ziel, außer dem, nicht selbst einzuschlafen? Soll die Fähigkeit, die Lehre mit Spielen anzureichern, als neue Kompetenz für akademische Dozenten betrachtet werden?

Meiner Meinung nach ist das Problem, dass Gamification immer als Tool gesehen wird, dass einfach auf etwas drauf gesetzt wird. Und da stimme ich dem Kommentar von Michael Schmalenstroer vollkommen zu.

Gamification ist jedoch eine Strategie bzw. meistens sogar ein Paradigmenwechsel. Die Erkenntnis aus dieser Disziplin, die in erster Linie die Neurowissenschaften mit Verhaltenspsychology verbindet und das Handwerk der Spielentwicklung als ‘Best Practice’ mit einbezieht, ist der Wandel von einem ‘Funktions-orientiertem-Design, von Prozessen, zu einem Mensch-orientiertem-Design. Die Fähigkeit sich anzupassen (was nichts anderes als Lernen ist) ist das Geheimnis der Evolution und des Erfolges unserer Spezies. Die Evolution sorgte daher dafür, dass wir gerne ‘spielen’, denn nur so konnten wir relativ risikolos Fehler machen und somit daraus lernen. Unser Gehirn ist folglich dazu gebaut, zu lernen. Und Spiele sind nichts anderes als künstliche Lernumgebungen. Gamification ist für mich – in seinem klassischen Sinne – also ein Schritt hin zu unserem natürlichen Verhalten. Wie bei allem, gibt es hier natürlich auch die Möglichlkeit der Manipulation und des Mißbrauchs. Als ‘Pille unter dem Katzenfutter’ betrachten wir es nur, da wir es bisher anders gemacht haben. Wir sind es gewohnt jemandem einfach einen höheren Lohn zu zahlen, um ihn mehr zu motivieren. Motivation durch (mehr) Geld aber ohne Spaß ist also in Ordnung und Motivation durch Spaß ist eine ‘bittere Pille unter dem Katzenfutter’? Da stimmt doch was nicht, oder?

Was denkt Ihr? Roman.

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